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Studie

Naturwissenschaftliche Bildungsangebote fördern auch die sprachliche Bildung

Sprache fördern beim Entdecken und Forschen in der Kita – passt das zusammen? Dieser Frage widmete sich die EASI Science-L Studie (Early Steps Into Science and Literacy), deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Sie belegen: Naturwissenschaftliche Bildungsangebote in der Kita haben Einfluss auf die sprachliche Bildung der Kinder.

Kind pustet Seifenblasen in die Luft
© Christoph Wehrer/Stiftung Haus der kleinen Forscher
Entdecken und Forschen macht nicht nur viel Spaß, es fördert auch die sprachliche Bildung

Fortbildungen unterstützen pädagogische Fachkräfte

In der Studie EASI Science-L Studie untersuchten Bildungswissenschaftlerinnen und Bildungswissenschaftler, wie pädagogische Fachkräfte naturwissenschaftliche Lerneinheiten gestalten und wie sprachanregend sie beim Forschen und Entdecken mit Kindern handeln. Sie stellten fest: Es finden sich Unterschiede zwischen den Fachkräften, die eine naturwissenschaftliche Fortbildung besucht haben und denen, die dazu keine Gelegenheit hatten. Fachkräfte, die zuvor an Fortbildungen teilgenommen haben, gestalten ihre Lerneinheiten sprachlich anregender.

Erfolgversprechend: Die Kombination von Naturwissenschaften und Sprache

Besonders bei Pädagoginnen und Pädagogen, die vorab an der Fachkräfte-Fortbildung "Forschen mit Sprudelgas" teilgenommen hatten, konnte festgestellt werden, dass sie eine höhere sprachliche Anregungsqualität zeigten als Fachkräfte, die diese Fortbildung nicht besucht hatten. Und dies wirkte sich auch auf die bildungssprachlichen Fähigkeiten der Kinder aus. Die Fortbildung der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" verbindet naturwissenschaftliche und sprachliche Bildung und ist in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bundesverband für Logopädie entstanden.

Die Ergebnisse dienen als Ansporn

Forschendes Lernen eignet sich gut für die Sprachbildung.

Michael Fritz, Vorstand der Stiftung "Haus der kleinen Forscher", freut sich über die neuen Forschungsergebnisse: "Die Studien bestätigen, dass das 'Haus der kleinen Forscher' auf dem richtigen Weg ist. Wir tragen dazu bei, dass Kinder mehr Freude an Naturwissenschaften haben und sich auf diesem Gebiet mehr zutrauen. Besonders erfreulich: Forschendes Lernen eignet sich gut für die Sprachbildung. Auf diese Ergebnisse sind wir wirklich stolz! Wir verstehen sie als Ansporn, unsere Angebote weiterhin kontinuierlich zu verbessern."

Hintergrund zur EASI Science-L Studie

Gleich zwei parallel laufende Studien untersuchten, ob und wie naturwissenschaftliche Bildungsangebote (NAWI-Bildungsangebote) auf pädagogische Fachkräfte und Kinder wirken: Die Studien EASI Science (Early Steps Into Science) und EASI Science-L.

EASI Science und EASI Science-L im Überblick

  • Welche Wirkungen haben NAWI-Bildungsangebote auf naturwissenschaftsbezogene Kompetenzen von Kindern und pädagogischen Fachkräften? Diese Frage untersuchte die Studie EASI Science.
  • Haben NAWI-Bildungsangebote Einfluss auf die sprachlichen Fähigkeiten von Kindern? Dieser Frage widmete sich die Studie EASI Science-L.

Die EASI Science-L Studie untersuchte zwischen 2013 und 2017 insgesamt 58 Kindertagesstätten mit je einer pädagogischen Fachkraft und insgesamt 222 Kindern im Durchschnittsalter von fünfeinhalb Jahren. Mit einbezogen wurden pädagogische Fachkräfte, die an Fortbildungen der Initiative "Haus der kleinen Forscher" teilgenommen haben, Fachkräfte, die an naturwissenschaftlichen Fortbildungen durch andere Initiativen teilgenommen haben und Fachkräfte aus Kitas, die keinen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt haben. Die pädagogischen Fachkräfte gestalteten eine Forschungssituation mit Kindern, die videographiert und im Hinblick auf die Fragestellung ausgewertet wurde.

Die EASI Science-L Studie wurde durchgeführt von Prof. Dr. Astrid Rank (Universität Regensburg), Prof. Dr. Anja Wildemann (Universität Koblenz-Landau), Prof. Dr. Andreas Hartinger (Universität Augsburg) und Prof. Dr. Sabina Pauen (Universität Heidelberg). Sie wurde von der Baden-Württemberg Stiftung, der Siemens Stiftung und dem "Haus der kleinen Forscher" gefördert.

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