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Erfahrungsbericht

Was hat sich wohl der Esel gedacht? Ein interkulturelles Adventsfest

Ein "interkulturelles Adventsfest" feierte das Detmolder Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte am 2. Adventssonntag. Etwa 250 Menschen mit und ohne Migrationshintergrund kamen. Beim gemeinsamen Essen konnten sie sich gut über Weihnachten austauschen.

Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold
© Stiftung Haus der kleinen Forscher
Das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold

Anlass zum gemeinsamen Austausch

Sich treffen und miteinander ins Gespräch kommen – das war der Grundgedanke des interkulturellen Adventsfestes in Detmold. Eingeladen hatte das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Freien Gemeinde Detmold-Nord und dem Kinderchor des Privaten Musikzentrums Detmold. Das Museum wollte etwas Besonderes für geflüchtete Kinder und deren Eltern anbieten. Aber auch dem Auftrag der Kulturvermittlung nachkommen und über weihnachtliche Kultur sprechen.

"Das Adventsfest bietet sich besonders an, um sich kennenzulernen. Wir können darüber sprechen, wie bunt Deutschland ist, wie unterschiedlich in jedem einzelnen Haushalt die Weihnachtstage erlebt werden und welche Familientraditionen es gibt. Jede Familie feiert Weihnachten anders", so die Museumsmitarbeiterin Olga Albrecht. "Und wir können uns darüber austauschen, warum wir Weihnachten überhaupt feiern, wo man in Deutschland doch hauptsächlich den Konsumtrubel mitbekommt."

Weihnachten in Deutschland, Russland und Syrien

Die Museumsmitarbeiter Olga Albrecht und Heinrich Wiens
© Stiftung Haus der kleinen Forscher
Die Museumsmitarbeiter Olga Albrecht und Heinrich Wiens

Um den Adventsabend herum wurde ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm gestrickt: Der Kinderchor des Privaten Musikzentrums Detmold trat auf und für die Kinder wurde in der an die Räumlichkeiten angrenzenden Turnhalle ein Sportprogramm angeboten. Speis und Trank durften auch nicht fehlen: "Russlanddeutsche sind sehr gastfreundlich und es wäre undenkbar, Gästen kein Essen anzubieten", so Heinrich Wiens, der Museumspädagoge des Hauses. Plov, ein Reiseintopf, ist nicht nur in Zentralasien bekannt und beliebt, sondern auch in vielen islamischen Ländern und Indien.

Zuletzt bekommen die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, auf der Bühne über "ihr" persönliches Weihnachtsfest zu berichten. Erinnerungen werden wach an Weihnachtsfeste vergangener Tage: An Kindheitstage im Schwarzwald und das Basteln des eigenen Weihnachtsbaumschmuckes. An ein heimlich gefeiertes Weihnachtsfest im kommunistischen Umfeld Russlands, als es galt, unbemerkt zum Gottesdienst zu gelangen. Und an ein Weihnachtsfest in Syrien, als Nachbarn verschiedener Religionen gut miteinander lebten.

Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern wunderschöne und friedliche Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2018!

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