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Projekt

Kita Mobil bringt die Kita in die Flüchtlingsunterkünfte

In Bremen fahren drei pädagogische Fachkräfte jeden Tag in Flüchtlingsunterkünfte. Dabei haben sie jede Menge Materialien für Kinder zwischen zwei und sechs Jahren. Das Angebot soll geflüchtete Kinder auf den Besuch einer Kita vorbereiten.

Ein weißer Autoanhänger, auf dem "Kita Mobil" steht, steht auf einem Parkplatz.
© Bremische Evangelische Kirche
In diesem Anhänger steckt eine ganze Kita.

Wie funktioniert das Projekt?

Kita Mobil richtet sich an Kinder zwischen zweieinhalb und sechs Jahren in drei bis fünf verschiedenen Flüchtlingsunterkünften in Bremen. Als offenes Angebot bieten die drei Fachkräfte jede Woche an einem festen Vormittag ein Programm an, das einer deutschen Kita nachempfunden ist.

Von 9.00 bis 13.00 Uhr gibt es einen Morgenkreis, ein gemeinsames Frühstück, Lern- und Bastelangebote und freies Spiel. Anschließend räumen Fachkräfte und Kinder die Materialien gemeinsam auf und laden sie wieder in einen von zwei PKW-Anhängern. Eltern-Cafés, in denen auch Dolmetscher anwesend sind, um Gespräche zwischen Fachkräften und Eltern zu übersetzen, ergänzen das Angebot.

Was ist das Ziel?

Kita Mobil soll nicht den Besuch einer regulären Kita ersetzen. Das Projekt zeigt laut Projektleiterin Anneliese Spreckels-Hülle, wie vorschulische Bildung in Deutschland funktioniert und soll geflüchtete Familien motivieren, ihre Kinder so bald wie möglich in einem Kindergarten anzumelden.

Der strukturierte Ablauf und klare Regeln in der Gruppe schaffen Sicherheit. Gerade bei Kindern, die eventuell traumatische Erfahrungen gemacht haben, spielten Verlässlichkeit und Vorhersagbarkeit eine große Rolle, meint Spreckels-Hülle. Die Fachkräfte haben regelmäßig Supervisionen, bei denen sie ihre Arbeit reflektieren.

Es ist meine Überzeugung, dass Kinder, die bei uns waren, sich schneller einfinden.

Was konnte bisher erreicht werden?

Die unsichere Situation geflüchteter Menschen, die unter anderem durch häufige Ortswechsel geprägt ist, sowie die Freiwilligkeit des Angebots erlauben es dem Kita-Mobil-Team nicht, nachzuhalten, wie vielen Kinder tatsächlich der Übergang in eine reguläre Kita gelingt. "Es ist aber meine Überzeugung, dass sich die Kinder, die vorher bei uns waren, dort schneller einfinden", sagt Spreckels-Hülle.

Bei den Kindern, die ihre Kolleginnen und Kollegen über einen längeren Zeitraum kennenlernen können, zeige sich auf jeden Fall eine positive Veränderung. Die Kompetenz der Kinder im Kontakt mit Fachkräften und anderen Kindern, in der deutschen Sprache, im Umgang mit Spielmaterialien und mit der Bewegung im Raum wachse sichtbar.

Wie geht es weiter?

Das Projekt Kita Mobil ist bis April 2019 finanziert. Im Herbst 2018 fällt die Entscheidung, wie die Zukunft des Projekts aussehen könnte.

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