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Projektbericht

Spielerisch Deutsch lernen mit Theater- und Kunstpädagogik

Mit Tanz, Theater, Musik und bildender Kunst spielerisch Deutsch lernen: Das ist das Motto der Sprachfördergruppen der Edusation gGmbH. In der Gemeinschaftsunterkunft Columbiadamm in Berlin Tempelhof arbeiten Sonderpädagogen, Musiker und Schauspieler gemeinsam mit geflüchteten Kindern.

Kinder liegen zusammen mit einer Pädagogin auf dem Boden. Die Pädagogin erzählt etwas und die Kinder hören gespannt zu.
© Stiftung Haus der kleinen Forscher
Spielerisch Deutsch lernen mit Theater, Tanz und Kunst

Die Kinder singen, spielen, erzählen, helfen sich untereinander und streiten – das alles in deutscher Sprache. Bis vor fünf Monaten konnten sie noch kein deutsches Wort verstehen oder sprechen. In der Unterkunft haben sie wenig Kontakt zur deutschen Sprache und sprechen viel in ihrer Muttersprache. In der Sprachfördergruppe ist das anders. Deutsch gesprochen wird hier überall. Die erste gemeinsame Sprache zwischen Kindern und Fachkräften liefert jedoch die Theaterpädagogik mit dem Einsatz von Mimik und Gestik. "Es erleichtert die Interaktion. Die Worte werden mit Mimik und Gestik unterstrichen und verschiedenste Situationen lassen sich erspielen", erklärt Geschäftsführer Christian Liebisch. So wird die Gitarrentasche kurzerhand zum Leben erweckt und beginnt zu sprechen. Die Kinder beobachten gespannt, sind aufmerksam und möchten interagieren. So entwickeln die Kinder Neugier an der Situation und die Fachkräfte schaffen Sprechanlässe.

Die Handpuppe "Der kleine Stern" als Identifikationsfigur

Edusation arbeitet im pädagogischen Alltag mit dem Lern-Erlebnis-Programm ‚Der Kleine Stern‘.  So bekommen die Kinder in der Sprachförderung regelmäßig Besuch vom kleinen Stern. Im Mittelpunkt des Programms steht der kleine Stern in Form einer Handpuppe. Christian Liebisch steckt seine Hand in eine blaue Tasche und die Kinder wissen genau, wer sich darin versteckt. Sie rufen den kleinen Stern. Der kriecht aus der Tasche heraus und begrüßt die Kinder. Christian Liebisch spielt den Stern mit seiner rechten Hand und leiht ihm eine kindliche Stimme. Die Kinder sind neugierig, reagieren auf den kleinen Stern und stellen  Fragen. "Der kleine Stern dient als Identifikationsfigur, zu dem die Kinder schnell eine Beziehung aufbauen. Da der kleine Stern nur auf Deutsch spricht, versuchen auch die Kinder ihre Fragen auf Deutsch zu stellen. Die Kinder verlieren ihre Sprechhemmungen und sind motiviert, sich mitzuteilen.", fasst Christian Liebisch zusammen.

Sprache spielerisch einbinden

In dem Konzept von Edusation ist die Sprache immer und überall spielerisch dabei: Alltagsintegrierte Sprachförderung wird mit Theater- und Kunstpädagogik verbunden. Ob auf dem Weg zur Toilette, beim Aufräumen oder beim Zähneputzen – im pädagogischen Alltag wird alles Erlebte, Gesehen, Gehörte, jede Situation, selbst Klänge, Geräusche, Gefühle und Bewegungen sprachlich untermalt und in Geschichten einbezogen.

Infobox: Edusation

Edusation bietet vorschulische Sprachförderung in verschiedenen Standorten in Berlin. Das Angebot ist für Kinder nicht-deutscher Herkunft, die sich 18 Monate vor der Einschulung befinden und keinen Kita-Platz erhalten haben. Mehr Infos und Methoden-Tipps auf www.edusation.de.

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