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Broschüre

"Wege zur Willkommenskita": Handlungsfelder für die Kitaarbeit

Das Modellprogramm "WillkommensKITAs" der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung hat Kitas in Sachsen, Sachsen-Anhalt und der Region Trier seit Herbst 2014 bei ihrer Integrationsarbeit unterstützt. Die Erkenntnisse wurden in der Broschüre "Wege zur WillkommensKITA" gebündelt.

Die Broschüre "Wege zur Willkommenskita" liegt auf einem Tisch.
© Stiftung Haus der kleinen Forscher
Die Broschüre "Wege zur Willkommenskita" ist nicht nur übersichtlich sondern auch bunt

Für wen ist die Broschüre gedacht?

Die Broschüre richtet sich primär an pädagogische Fach- und Lehrkräfte in Kita, Kindertagespflege und Hort, die Kinder aus geflüchteten Familien betreuen oder sich auf die Arbeit mit ihnen vorbereiten möchten.

Julia Schauer, die das Programm WillkommensKITAs bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (dkjs) leitet, erklärt:"Im Laufe des Projektzeitraums haben wir bemerkt, dass sich die Fragen der Kitas sehr ähneln. Um das Rad nicht immer neu zu erfinden, wollen wir die Erfahrungen und das Wissen mit allen Interessierten teilen."

Was steckt drin?

Kern der kostenlosen Broschüre sind neun Handlungsfelder, in denen pädagogische Fach- und Lehrkräfte aktiv werden können, um Integration in ihrer Einrichtung zu fördern. Ziel ist es, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich Kinder und Familien mit Fluchterfahrung wohlfühlen.

Die neun Handlungsfelder sind:

  • Kultursensible Haltung und Umgang mit Vielfalt
  • Ankommen und Verabschieden
  • Gestaltung einer sensiblen Eingewöhnung
  • Kita als sicherer Ort
  • Gestaltung einer vorurteilsbewussten Kita
  • Wertschätzung sprachlicher Vielfalt
  • Teilhabe durch Beteiligung
  • Zusammenarbeit mit Familien
  • Vernetzung, Kooperation und Unterstützung

Julia Schauer: "Wir haben die Themen und Herausforderungen, an denen die Kitateams gearbeitet haben, nach der Häufigkeit der Bearbeitung strukturiert. Dabei wurde deutlich, welche Themen wichtig sind. So sind die neun Handlungsfelder entstanden."

Was ist die Spinnenmatrix?

Eine kopierte und ausgefüllte Spinnenmatrix auf einem Schreibtisch
© Stiftung Haus der kleinen Forscher
Die Spinnenmatrix bietet Orientierung

Die "Spinnenmatrix" fächert die neun Handlungsfelder wie ein Spinnennetz auf und lädt dazu ein, mit einer Ist-Stand-Analyse zu bestimmen, an welchen Themen das Team arbeiten möchte. Sie visualisiert einfach und direkt, wo am ehesten Handlungsbedarf besteht und wo bereits Vorhaben umgesetzt wurden. Die Broschüre ergänzt diese Matrix mit weiteren Kopiervorlagen und methodischen Materialien. So macht zum Beispiel eine "Netzwerkkarte" vorhandene Verbindungen zu Experten und lokalen Akteuren sichtbar.

Den eigenen Weg finden

WillkommensKITAs-Programleiterin Julia Schauer betont, dass es nicht darum geht, dass jedes der neun Handlungsfelder abgearbeitet werden muss. "Jede Kita geht ihren eigenen Weg und findet individuelle Antworten und Lösungen. Unterschiedliche Rahmenbedingungen, verschiedene Personalsituationen, vielfältige Erfahrungen und Expertisen in den Teams machen es nötig, dass die pädagogischen Fachkräfte in ihren Teams gemeinsam entscheiden, welche Themen sie bearbeiten und welche Ziele sie erreichen möchten."

Das bietet die Broschüre außerdem

Neben den Beschreibungen der Handlungsfelder und ihrer Ziele berichtet das Kapitel "Einblicke in die Praxis" von den Erfahrungen einiger Kitas, die am Modellprogramm "WillkommensKITAs" teilgenommen haben.

INFO: WillkommensKITAs

Das Programm "WillkommensKITAs" begleitet Pädagoginnen und Pädagogen in den teilnehmenden Kitas über drei Jahre kontinuierlich. Sie erhalten Fortbildungen, tauschen sich regelmäßig untereinander aus und werden vor Ort durch einen Coach beraten. Im Januar 2018 startet das Programm erneut, 2019 und 2020 können jeweils 30 weitere Kitas teilnehmen und WillkommensKITA werden. Bewerbungen werden noch angenommen.

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