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Praxisbeispiel

Kohlrabi ist der Hit!

Mit dem Frühling beginnt wieder die Gartensaison – auch in der Kita Wuhlehopser in Berlin. Im Garten der Kita werden Kräuter und Gemüse angepflanzt, die auch in den Vesperdosen der Mädchen und Jungen landen. Aber wann ist eine Karotte eigentlich "reif"?

Eine Kiste mit Blumen steht im Garten
© Stiftung Haus der kleinen Forscher
In einem Garten gibt es immer viel zu tun

Wie und wo gedeihen Pflanzen am besten? Wann kann ich die Ernte einfahren? Und wie leben Regenwürmer? Im Garten der Kita Wuhlehopser gehen Stadtkinder auf Entdeckungstour, die sonst mitunter wenig Kontakt zur Natur haben.

Eine Idee wird gepflanzt

Kita-Leiterin Katrin Kretschmer erzählt, wie es dazu kam, dass ein Gemüse- und Kräutergarten angelegt wurde: "Ein Kind aus unserer Kita hat ein Geschwisterkind in der benachbarten Schule. Dort läuft das Projekt 'Essbar Schule'. Das klang spannend und auch wir wollten die mitgebrachten Vesperdosen der Mädchen und Jungen mit selbst angebautem Gemüse ergänzen."

Nach einiger Suche fand das Team der Kita einen Baumarkt, der Blumenerde und vier Hochbeete sponserte. Beim Anlegen der Beete mit den Kindern bereiteten sich alle gemeinsam auf die Pflanzsaison vor: Was brauchen Pflanzen, um zu wachsen? Welche Pflanzen wachsen wo am besten? Im Gruppenraum wurden in kleinen Behältern außerdem schon Kräuter vorgezogen, um sie draußen einzupflanzen als es wärmer wurde.

Die Eltern mit im Boot

Schnell wurde klar: Für die eigentliche Gartenarbeit brauchte es noch fleißige Helferinnen und Helfer. Katrin Kretschmer und ihr Team hatten dann die Idee, die Eltern mit ins Boot zu holen. Also nahmen sie auf Video auf, wie die Mädchen und Jungen den Garten gestalteten und zeigten den Film auf dem Elternabend. Viele Eltern staunten, mit welch großer Begeisterung ihre Kinder bei der Sache waren. Doch Katrin Kretschmer schränkte ein: "Allein schaffen wir es nicht." Am ersten Elternnachmittag, an dem gemeinsam im Garten gearbeitet werden sollte, waren allerdings nur zwei Väter dabei. Aber zum nächsten Termin kamen schon viel mehr Eltern. Denn die Mädchen und Jungen zeigten ihren Eltern beim Abholen immer wieder den Garten und so sprang ihre Begeisterung auf die Mütter und Väter über.

Stadtkinder erkunden den Garten

Für alle gab es viel Neues im Garten zu entdecken und einiges zu lernen. Bei der Ernte beispielsweise war die Neugier so groß, dass einige Mädchen und Jungen Mohrrüben zu früh aus der Erde zogen oder grüne Tomaten abpflückten. "Das war für uns der Anlass, gemeinsam zu überlegen: Wie lange braucht eine Möhre eigentlich, um zu reifen? Bis dahin kannten viele Kinder Gemüse nur aus dem Supermarkt. Besonderer Beliebtheit erfreut sich inzwischen übrigens auch Kohlrabi, den wir selbst anpflanzen", berichtet Katrin Kretschmer.

Mittlerweile gehört das Pflegen des Gartens zum Tagesablauf der Mädchen und Jungen dazu. In den letzten zwei Jahren wurde zusammen mit den Eltern gesät, gepflegt, geerntet, probiert und Salat gemacht oder Kräuterbrot gebacken. Immer wieder ergaben sich aus dem Gärtnern auch neue Fragen, so dass ein Projekt zu Schnecken entstand und eines zu gesunder Ernährung; zudem wurde ein Regenwurmterrarium gebaut. Für das kommende Frühjahr ist schon die neue Erde bestellt, damit die Beete rechtzeitig wieder frisch bepflanzt werden können.

Biodiversität in der Stadt nutzen

Viele Menschen in der Stadt schätzen Artenvielfalt – unabhängig davon, wo sie geboren wurden. Das gilt besonders, wenn sie häufig Naturerfahrungen erleben können. Dies sind Ergebnisse einer groß angelegten Studie in fünf europäischen Städten, die sich auch für Ihre Praxis nutzen lassen. Erfahren Sie mehr über die Studie mit Praxisbezug auf dem Service-Portal Integration.

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