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Praxisbeispiel

Eine Nest-Schaukel, Familienbilder und mehrsprachige Mitarbeiter

Gleich neben der humanistischen Kita Rappelkiste wurde eine Notunterkunft gebaut. Einige Eltern waren alles andere als begeistert, als Flüchtlingskinder in die Kita kamen. Ein paar meldeten ihre Kinder sogar ab. Aber Leiterin Astrid Grabner und ihr Team positionierten sich ganz klar: "Wir machen das!" Hier sind ihre Tipps aus der Praxis.

Eine Hängematte wischen zwei Bäumen, darüber eine Girlande aus bunten Luftballons
Ein schöner Ort, um zu entspannen – oder auch, um sich zu beruhigen

Die Ideengeberin

Astrid Grabner, Kita-Leitung der humanistischen Kita Rappelkiste in Berlin-Köpenick. 160 Kinder besuchen die Kita, darunter 26 Flüchtlingskinder.

Als gleich neben der Humanistischen Kita Rappelkiste im Berliner Ortsteil Köpenick eine Flüchtlingsunterkunft gebaut wurde, hat sich Astrid Grabner auf die Vielfalt gefreut: "Jetzt wird es hier noch bunter." Doch es hat noch gut ein halbes Jahr gedauert, bevor die ersten Kinder mit Fluchterfahrung in der Kita angemeldet wurden. Momentan besuchen 26 Flüchtlingskinder die Kita. Sie wurde vergangenen September vom Berliner Senat als eine von acht Modell-Kitas ausgewählt.

Eine blonde Frau steht lächelnd im Treppenhaus, hier ihr hängen viele gerahmte Bilder an der Wand
Astrid Grabner teilt einige ihrer Tipps aus der Praxis

"Uns ist aufgefallen, dass alle Kinder, die einen Fluchthintergrund haben, auffallend gerne und lange schaukeln. Das Hin- und Herwiegen beruhigt sie. Deswegen wollen wir eine Nestschaukel für den Garten kaufen, so dass viele Kinder zusammen schaukeln können.

Familien-Bilder

Was auch wirklich gut ankommt sind die Familienbilder im Treppenhaus: Alle Kinder haben ein Foto mitgebracht, das nun in einem schönen Rahmen in unserem Flur hängt. Immer, wenn sie ihre Eltern vermissen, können wir das anschauen gehen. So ist ein Stück von zu Hause auch hier in der Kita, das hilft bei der Eingewöhnung. Und gleichzeitig bieten diese Bilder ganz viele Sprechanlässe: Was die Mama gesagt hat, was der Papa letztens gegessen hat, wo sie hingegangen sind.

Arabisch sprechende Kolleginnen und Kollegen

Als die ersten Flüchtlingskinder zu uns kamen, hatten wir das Glück, auch einen arabisch sprechenden Praktikanten mit syrischen Wurzeln zu haben. Das war eine riesengroße Hilfe. Ich hätte gerne wieder Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter, die arabisch sprechen. Die Erzieherinnen und Erzieher wollen ja wissen, worauf sie bei dem Kind achten müssen. Ob es vielleicht ein Kuscheltier hat, mit dem es gut einschlafen kann oder ein anderes Ritual, was ihm hilft, hier anzukommen. Da hilft es, wenn man sich mit ihnen verständigen kann."

Praxistipps im Überblick

Jeder einzelne Praxistipp ist eingebettet in ein funktionierendes Gesamtkonzept der jeweiligen Bildungseinrichtung. Die Ideen und Tipps sollen Impulse für die tägliche Arbeit setzen und anregen, eigene Ideen zu entwickeln. Hier geht es zurück zur Übersicht.

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