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Workshop-Projekt

Trampoline für Autodächer – Ideen eines Zukunftsworkshops

Unter dem Slogan "Kids Kreate The Future" schlüpften Berliner Schülerinnen und Schüler in die Rolle von Zukunftsforschenden. In einem einwöchigen Workshop entwickelten sie mit kreativen Methoden ihre Visionen zum Thema "Straße der Zukunft".

Ein von Kindern gebauter Roboter aus Aluminiumfolie
© PxP Embassy e. V.
Zu einer Zukunftswerkstatt gehören auch Prototypen

Wie sehen die Straßen der Zukunft aus?

Auf diese Frage fanden die 10- bis 12-jährigen Kinder viele einfallsreiche Antworten. Da die Gruppe sehr heterogen zusammengesetzt war, brachten die Schülerinnen und Schüler ganz verschiedene Blickwinkel mit ein und widmeten sich in Gruppenarbeit dann auch eine Woche lang unterschiedlichen Aspekten des Themas. Zunächst galt es festzustellen: Welche Probleme gibt es auf Straßen überhaupt? Was kann man dagegen tun? Mit unterschiedlichen ko-kreativen Methoden aus dem Future Foresight und Design Thinking näherten die Kinder sich ihren individuellen Lösungen. Auf der Suche nach Antworten, aber auch den richtigen Fragen, interviewten sie zum Beispiel Passanten auf der Straße und erhielten so verschiedene und neue Sichtweisen.

Zum Projekt

In den verschiedenen Methoden angeleitet wurden die jungen Forschenden mit unterschiedlichen Migrations- und zum Teil auch Fluchthintergründen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Volkswagen We sowie der PxP Embassy e.V., die das Projekt auch initiierten. Zudem begleiteten sie die Coaches des Berliner Ideenlabors, aus deren Feder auch das Workshopkonzept stammt. Das Berliner Ideenlabor unterstützte die Kinder auch bei der Visualisierung der Ideen, der Erstellung eines Prototyps und der Abschlusspräsentation ihrer kreativen Zukunftsszenarien.

Szenarien für eine bessere Welt

In der Woche lernten die Kinder in einer inspirierenden Umgebung neue Methoden kennen, konnten diese ausprobieren und dabei kreatives Selbstbewusstsein aufbauen und festigen. Am Ende der Woche stellten alle Gruppen ihre Szenarien für die Zukunft vor und präsentierten die Prototypen, die sie entwickelt und gebaut haben. Zum Beispiel eine Straße auf zwei Etagen. Die Erklärung: "Das nicht so Schöne ist unten, wie die Post oder der Müll. LKWs fahren auch unterirdisch. Oben gehen die Menschen spazieren."

Auch Stau ist ein Thema

Durch Interviews mit Passanten, Gespräche mit Eltern und eigene Erfahrungen war auch Stau ein Thema. Ein recht mutiger Vorschlag beinhaltete die Installation von Trampolinen auf Autodächern, so dass Fußgänger bei Stau über die Autos hüpfen können. Und auch für die Überquerung von Straßen gab es tolle Ideen: Flugapparate und Seilbahnen bringen langsame und ältere Menschen von einer Straßenseite zur anderen.

Ein Problem: Die Sicherheit im Straßenverkehr

Arbeitsmaterialien liegen auf einem Tisch
© PxP Embassy e. V.
Bei der Arbeit

Für alle Gruppen war zudem das Thema Sicherheit im Straßenverkehr sehr wichtig. Die Kinder überlegten, wie es wäre, wenn Autos keine Unfälle mehr verursachen können. Was wäre zum Beispiel, wenn Autos von dickem Fell umgeben sind? Wären diese dann sicherer? Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit den Gefahren durch den toten Winkel. "Es muss mehr und längere Spiegel an Autos geben", forderte ein Mädchen bei der Präsentation der Ergebnisse. "Und es sollte sprechende Ampeln geben, die Kinder ermahnen, die bei Rot gehen."

In genau 10 Jahren sollen die Ergebnisse des Workshops wieder mit allen Projekt-Teilnehmern betrachtet werden. Bis dahin liegen die "Versprechen an die Zukunft" in einer Zeitkapsel versiegelt. Die Methoden allerdings, die die Kinder aus dem Workshop mitnehmen, können sie schon jetzt im Schulalltag und im Leben anwenden. "Es geht natürlich um das, was die Kinder jetzt machen. Aber eben auch darum, was der Workshop mit den Kindern künftig macht", erklärt Pascal Ackerschott vom Berliner Ideenlabor. "Die Kreativität der Kinder hat uns als Team berührt und inspiriert. Für mich war es eine wirklich beeindruckende Woche."

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