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Zahlen und Fakten zu Flucht und
geflüchteten Kindern

Flucht und Vertreibung sind statistisch nicht leicht erfassbar. Umso wichtiger ist es, die Zahlen und Fakten zu kennen, die uns vorliegen. Sie können uns als Argumente dienen und uns helfen, die Situation der Betroffenen und Beteiligten besser zu verstehen.

Eine Infografik mit Zahlen und Fakten zu Flucht und geflüchteten Kindern
© Stiftung Haus der kleinen Forscher

69 Millionen Geflüchtete und Vertriebene gibt es nach Schätzungen des UN-Flüchtlingshilfswerks derzeit weltweit. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges waren es nicht mehr so viele.

40 Millionen Menschen sind aufgrund von Naturkatastrophen, bewaffneten Konflikten oder Gewalt innerhalb ihres eigenen Landes auf der Flucht (Binnenflüchtlinge).

25 Millionen Menschen sind anerkannte Flüchtlinge, denen gemäß internationaler Abkommen Schutz gewährt wurde.

3 Millionen Menschen sind Asylsuchende, die noch auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten.

51 Prozent der Flüchtlinge weltweit sind Kinder (unter 18 Jahre alt).

649.855 Asylanträge wurden im vergangenen Jahr innerhalb der EU erstmalig gestellt. Wie das EU-Statistikamt Eurostat mitteilt, ist das ein Rückgang von fast 50 Prozent. Hauptzielland für Asylsuchende ist weiterhin Deutschland, vor Italien und Frankreich.

2017 wurden in Deutschland 222.683 Asylanträge gestellt. Davon 198.317 Erstanträge – d.h. der oder die Asylsuchende hat das erste Mal einen Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von 70 Prozent.

Die Herkunftsländer Syrien, Irak und Afghanistan waren dabei am stärksten vertreten.

603.428 Entscheidungen über Asylanträge traf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im Jahr 2017, davon 266.001 positive Entscheidungen – diese umfassen Flüchtlingsschutz, Asyl, subsidiären Schutz und Abschiebeverbote.

75 Prozent der Asylerstantragssteller waren 2017 jünger als 30 Jahre.

78.087 der Asylerstantragssteller in 2017 waren Kinder zwischen 0 und 15 Jahren (ca. 39 Prozent). Damit ist mehr als jeder dritte Antragssteller ein Kind.

Geflüchtete Kinder haben in vielen Bereichen, wie bei der Bildung oder der medizinischen Versorgung, wesentlich schlechtere Voraussetzungen als gleichaltrige deutsche Kinder.

Das UN-Kinderhilfswerk hat sieben Jahre nach Beginn des Syrien-Krieges eine vorläufige Bilanz des Ausmaßes der Zerstörung veröffentlicht: Sechs Millionen Flüchtlinge, 400.000 Tote, extreme Armut.

(Quellen: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, UNICEF, UNHCR, Eurostat und das UN-Kinderhilfswerk; Stand: 1. August 2018)

Zum Download: Zahlen und Fakten im Überblick

Weltkarte der Fluchtursachen

Eine Infografik mit Fluchtursachen auf verschiedene Art aufbereitet
© Ska Keller / CC-BY 4.0

Die grüne Europaabgeordnete Ska Keller hat eine "Weltkarte der Fluchtursachen" veröffentlicht, die viele Informationen übersichtlich aufbereitet.

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