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Zahlen und Fakten zu Flucht und
geflüchteten Kindern

Flucht und Vertreibung sind statistisch nicht leicht erfassbar. Umso wichtiger ist es, die Zahlen und Fakten zu kennen, die uns vorliegen. Sie können uns als Argumente dienen und uns helfen, die Situation der Betroffenen und Beteiligten besser zu verstehen.

Infografik Zahlen und Fakten
Zahlen und Fakten zu Flucht und geflüchteten Kindern

66 Millionen Geflüchtete und Vertriebene gibt es nach Schätzungen des UN-Flüchtlingshilfswerks derzeit weltweit. Seit Ende des Zweiten Weltkrieges waren es nicht mehr so viele.

40 Millionen Menschen sind aufgrund vonNaturkatastrophen, bewaffneten Konflikten oder Gewalt innerhalb ihres eigenen Landes auf der Flucht (Binnenflüchtlinge).

23 Millionen Menschen sind anerkannte Flüchtlinge, denen gemäß internationaler Abkommen Schutz gewährt wurde.

3 Millionen Menschen sind Asylsuchende, die noch auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten.

51 Prozent der Flüchtlinge weltweit sind Kinder (unter 18 Jahre alt).

2017 wurden in Deutschland von Januar bis Juni 111.616 Asylanträge gestellt. Davon 101.029 Erstanträge – d.h. der oder die Asylsuchende hat das erste Mal einen Asylantrag beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gestellt. Im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr ist dies ein Rückgang von 74 Prozent.

Die Herkunftsländer Syrien, Afghanistan und Irak waren dabei am stärksten vertreten.

408.147 Entscheidungen über Asylanträge traf das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge von Januar bis Juni 2017, davon 182.469 positive Entscheidungen – diese umfassen Flüchtlingsschutz, Asyl, subsidiären Schutz und Abschiebeverbote.

76 Prozent der Asylerstantragssteller waren 2017 jünger als 30 Jahre.

37.861 der Asylerstantragssteller in diesem Zeitraum waren Kinder zwischen 0 und 15 Jahren (ca. 37 Prozent). Damit ist mehr als jeder dritte Antragssteller ein Kind.

Geflüchtete Kinder haben in vielen Bereichen, wie bei der Bildung oder der medizinischen Versorgung, wesentlich schlechtere Voraussetzungen als gleichaltrige deutsche Kinder.

6 Prozent der geflüchteten Kinder reisten unbegleitet nach Deutschland.

Flüchtlingskinder verbringen in Deutschland in vielen Fällen sechs Monate oder mehr mit ihren Familien in Not- und Erstaufnahmeeinrichtungen. Bis die Kinder in die Kita oder Schule gehen dürfen, vergehen je nach Bundesland einige Monate. Viele geflüchtete Kinder wurden, bedingt durch ein Leben in Kriegs-, Flucht- oder wenigstens Ausnahmesituationen, über Monate oder Jahre nicht oder kaum gefördert.

91 Prozent der Kinder weltweit besuchen eine Grundschule. Aber nur 50 Prozent der Flüchtlingskinder besuchen eine Grundschule.

Laut UN-Kinderrechtskonvention haben alle Kinder ein Recht auf Bildung. Dies gilt auch für Flüchtlingskinder ab dem ersten Tag ihrer Einreise nach Deutschland.

(Stand: Juli 2017)

Zum Download: Zahlen und Fakten im Überblick

Quellen:

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, UNICEF und UNHCR

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